Das Fernsehen hat aus uns passive Konsumenten gemacht. Die tägliche Dosis Berieselung ist längst zu einem ,Menschenrecht' geworden. Der Fernseher wird so sehr als Grundbedürfnis des Menschen angesehen, daß ihn nicht einmal mehr der Betreibungsbeamte pfänden darf.

In einem Experiment des Schweizer Fernsehens boten junge TV-Mitarbeiter zufällig ausgewählten älteren Menschen nicht 1000, sondern 100'000 Franken bar auf die Hand an, wenn sie ihr Fernsehgerät mitnehmen dürften, und diese sich verpflichteten, ein Jahr lang TV-abstinent zu leben.

Keiner der bescheiden lebenden Senioren ließ sich auf den Handel ein!



Der deutsche Medienforscher Jo Groebel zählte in einer Woche 2'745 Gewaltszenen; aneinandergereiht ergibt dies 25 Stunden pure Gewalt.

Ein amerikanischer Jugendlicher -so wurde ermittelt- hat mit 16 Jahren bereits an die 16'000 Morde ,intus'. Einen neuen Höhepunkt erklomm Regisseur Oliver Stone mit seiner zynischbrutalen Medien-Abrechnung "NBK": In dem zweistündigen Kinofilm werden 52 (fünfzig und zwei) Menschen ermordet!

Praktisch alle Pädagogen, die sich mit dieser Materie befassen sind überzeugt, daß mindestens jedes zehnte Gewaltverbrechen, das Jugendliche begehen, auf das Konto der Medien geht. Von "Computer-Spielen" reden wir erst gar nicht ....


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